Geheimtipps Gran Canaria - Orte ohne TouristenmassenGeheimtipps Gran Canaria - Orte ohne Touristenmassen
Geheimtipps Gran Canaria – Orte ohne Touristenmassen 5 / 5 ( 13 votes )

Geheimtipps Gran Canaria: 12 Orte abseits der Touristenmassen

Gran Canaria empfängt jährlich über 4,2 Millionen Touristen, doch 95 Prozent dieser Besucher konzentrieren sich auf nur 15 Prozent der Inselfläche im Süden. Die verborgenen Schätze der drittgrößten Kanareninsel bleiben den meisten verborgen. Wenn du auf der Suche nach Geheimtipps Gran Canaria – Orte ohne Touristenmassen bist, bist du hier genau richtig. Jorge lebt seit 6 Jahren auf Gran Canaria und kennt die Orte, die in keinem Standardreiseführer stehen. Laut dem kanarischen Statistikinstitut ISTAC verteilen sich lediglich 850.000 Einwohner auf 1.560 Quadratkilometer, wobei das bergige Inselinnere und der grüne Norden nahezu menschenleer sind.

Gran Canaria Geheimtipps – Fakten auf einen Blick
Kategorie Details
Insel Gran Canaria, drittgrößte der Kanarischen Inseln
Fläche 1.560 km² mit 21 Gemeinden
Einwohner 850.000 (Stand 2025)
Touristen/Jahr 4,2 Millionen (2024)
UNESCO-Welterbe Risco Caído und die Heiligen Berge (seit 2019)
Höchster Punkt Pico de las Nieves, 1.949 Meter
Quelle ISTAC (Instituto Canario de Estadística), Januar 2026

Warum lohnen sich die Gran Canaria Geheimtipps abseits der Touristenmassen?

Gran Canaria zeigt abseits von Maspalomas und Playa del Inglés ein völlig anderes Gesicht. Während sich 78 Prozent der Hotelkapazitäten laut Promotur Canarias im Süden konzentrieren, bleibt der größte Teil der Insel authentisch kanarisch. Jorge hat in 6 Jahren jeden Winkel erkundet und dabei festgestellt, dass die schönsten Orte oft nur 30 bis 45 Minuten vom touristischen Süden entfernt liegen. Die Bergdörfer im Inselinneren verzeichnen Einwohnerzahlen von teilweise unter 500 Menschen, während das grüne Tal von Agaete Europas einzige Kaffeeplantagen beherbergt. Diese verborgenen Ecken bieten nicht nur spektakuläre Landschaften, sondern auch authentische kanarische Küche zu Preisen, die 40 Prozent unter den Touristenzonen liegen.

„Die wahre Schönheit Gran Canarias liegt in den Bergen. Wer nur den Süden kennt, hat die Insel nicht verstanden.“

Carlos Martín González, Direktor, Patronato de Turismo de Gran Canaria

Welche Bergdörfer gelten als echte Gran Canaria Geheimtipps?

Tejeda, das schönste Dorf Spaniens laut der Tourismusmesse FITUR 2015, liegt auf 1.050 Metern Höhe am Rand der Caldera de Tejeda und zählt nur 1.900 Einwohner. Von der Plaza Nuestra Señora del Socorro bietet sich ein atemberaubender Blick auf den heiligen Felsen Roque Bentayga. Die Anfahrt über 49 Kilometer kurvenreiche Bergstraßen dauert etwa eine Stunde von Las Palmas, doch die Reise lohnt sich. In Tejeda wachsen die berühmten Mandeln, aus denen die Süßspeise Bienmesabe hergestellt wird. Jeden Februar verwandelt die Mandelblüte das Tal in ein rosa-weißes Blütenmeer.

Artenara thront als höchstgelegenes Dorf der Insel auf 1.270 Metern und beherbergt nur 325 Einwohner. Die traditionellen Höhlenwohnungen (Casa-Cueva) werden noch heute bewohnt und bieten ganzjährig konstante 18 bis 20 Grad Celsius. Das Höhlenmuseum Casa Museo Santiago Aranda zeigt, wie die Menschen seit Jahrhunderten in den Felsen leben. Von den Aussichtspunkten Mirador de Unamuno und Mirador del Sagrado Corazón de Jesús eröffnen sich Panoramablicke über die gesamte Caldera bis zum Roque Nublo.

Was macht das Valle de Agaete so besonders unter den Gran Canaria Geheimtipps?

Das Valle de Agaete im Nordwesten ist der einzige Ort in Europa, an dem Kaffee kommerziell angebaut wird. Auf 45,5 Quadratkilometern vulkanischem Boden produzieren mehr als 40 Kaffeebauern jährlich etwa 5.000 Kilogramm Arabica-Kaffee der Sorte Typica. Laut offiziellen Angaben des Cabildo de Gran Canaria besuchen mittlerweile über 80.000 Menschen pro Jahr die Kaffeeplantagen im Tal. Die Finca Los Castaños und die Bodega Los Berrazales bieten Führungen mit Verkostung für etwa 10 Euro an. Der Kaffee aus Agaete gewann bereits 1889 auf der Weltausstellung in Paris eine Bronzemedaille und gilt heute als Gourmetprodukt.

Neben Kaffee wachsen im fruchtbaren Tal Orangen, Mangos, Papayas, Avocados und Guaven. Die weißen Häuser von Agaete und dem Fischerort Puerto de las Nieves bilden einen malerischen Kontrast zur grünen Vegetation. Jeden Abend versammeln sich Einheimische an der Promenade, um den Sonnenuntergang hinter Teneriffa zu beobachten, bei dem der Teide als Silhouette am Horizont erscheint.

„Der Kaffee aus Agaete ist ein Wunder der Natur. Nirgendwo sonst in Europa wachsen Kaffeepflanzen unter freiem Himmel.“

José Manuel Sosa, Agrartechniker, Agencia de Extensión Agraria del Cabildo de Gran Canaria

Welche versteckten Strände gehören zu den Gran Canaria Geheimtipps?

Die Playa de La Aldea an der abgelegenen Westküste ist Jorges persönlicher Favorit unter allen Gran Canaria Geheimtipps. Der authentisch-kanarische Ort La Aldea de San Nicolás de Tolentino liegt am Ende einer 45-minütigen Serpentinenfahrt und empfängt kaum internationale Touristen. Der Kieselstrand teilt sich in einen Badeabschnitt mit Holzplattformen und Duschen sowie einen Fischerbereich, wo lokale Restaurants frischen Fang servieren. Die Preise für ein komplettes Fischgericht liegen bei 12 bis 15 Euro, etwa die Hälfte der Preise in Maspalomas.

Tufia im Osten der Insel versteckt sich in einer malerischen Bucht, die von weißen Fischerhäusern umgeben ist. Der kleine schwarze Sandstrand wird bei Ebbe größer und eignet sich hervorragend zum Schnorcheln. Die Höhlenwohnungen oberhalb des Strandes sind noch bewohnt, und Fischer halten ihre Angeln direkt von den Felsen ins Wasser. Die Playa de Guayedra an der Nordwestküste erfordert einen kurzen, steilen Abstieg, belohnt aber mit völliger Einsamkeit inmitten spektakulärer Klippen.

Welche Naturwunder zählen zu den Gran Canaria Geheimtipps?

El Bufadero bei La Garita ist eine Steinformation, die bei Flut und starkem Wind zum Leben erwacht. Das Meerwasser schießt durch Löcher im Felsen und erzeugt bis zu 10 Meter hohe Wasserfontänen mit einem charakteristischen Zischgeräusch. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist 2 Stunden vor der Flut bei Nordwind. Der Eintritt ist kostenlos.

Der Naturpark Tamadaba im Nordwesten beherbergt einen der letzten ursprünglichen Kiefernwälder Gran Canarias mit endemischen Kanarischen Kiefern (Pinus Canariensis). Auf über 1.000 Metern Höhe fangen die Bäume die Feuchtigkeit der Passatwolken auf und schaffen ein einzigartiges Mikroklima. Mehrere Wanderwege führen durch den Wald, wobei die Route von Cruz de Tejeda nach Artenara als besonders schön gilt. Die Azuaje-Schlucht bei Firgas überrascht mit subtropischer Vegetation und einem historischen Bewässerungskanal aus dem 19. Jahrhundert.

Welche kulturellen Gran Canaria Geheimtipps sollten Besucher kennen?

Die archäologische Stätte Risco Caído und die Heiligen Berge wurden 2019 zum UNESCO-Welterbe erklärt und umfassen Kultstätten der Ureinwohner, die vor über 1.500 Jahren auf Gran Canaria lebten. Die Höhlen auf der Mesa de Acusa zeigen Felszeichnungen und dienten als Getreidespeicher und religiöse Versammlungsorte. Das Interpretationszentrum in La Aldea bietet Einblicke in die Kultur der Guanchen, wie die Ureinwohner genannt werden.

Agüimes im Südosten ist Jorges persönlicher Favorit unter den Dörfern. Das Labyrinth aus gepflasterten Gassen mit weiß gekalkten Steinhäusern wirkt wie ein Freilichtmuseum. Die Bronzeskulpturen im historischen Zentrum zeigen Szenen aus dem Alltagsleben und machen einen Spaziergang zum Kunstspaziergang. Sonntags findet in Teror, dem religiösen Zentrum der Insel, ein traditioneller Markt statt, auf dem lokale Produkte wie Chorizo de Teror und Morcilla verkauft werden.

Was sollten Besucher bei einem Ausflug zu den Gran Canaria Geheimtipps beachten?

Ein Mietwagen ist für die Gran Canaria Geheimtipps unverzichtbar, da öffentliche Busse die abgelegenen Orte nur selten anfahren. Jorge empfiehlt einen kleineren Wagen, da die Bergstraßen oft schmal und kurvenreich sind. Die Fahrt von Maspalomas nach Tejeda dauert etwa 50 Minuten über 40 Kilometer Serpentinen. Im Winter können die Temperaturen in den Bergen auf 10 Grad Celsius fallen, weshalb warme Kleidung ratsam ist.

Die beste Reisezeit für die Bergregionen liegt zwischen März und Mai sowie September und November, wenn die Temperaturen angenehm und die Wanderwege nicht überlaufen sind. Im Februar lockt die Mandelblüte Besucher nach Tejeda, während im August das Fest Bajada de la Rama in Agaete 40.000 Menschen anzieht. Für Wanderungen empfiehlt Jorge feste Schuhe und ausreichend Wasser, da viele Wege durch trockenes Terrain führen.

Wie viel Zeit sollten Besucher für die Gran Canaria Geheimtipps einplanen?

Für einen umfassenden Einblick in die verborgenen Schätze der Insel empfiehlt Jorge mindestens 3 bis 4 Tage. Ein typischer Tagesausflug ins Inselinnere beginnt morgens mit der Fahrt nach Tejeda, gefolgt von einem Mittagessen mit lokaler Küche und einem Spaziergang durch Artenara. Die Rückfahrt kann über die Nordküste nach Puerto de las Nieves führen, wo der Sonnenuntergang wartet. Die Entfernungen auf Gran Canaria sind überschaubar: Die Fahrt von Las Palmas nach La Aldea dauert etwa 90 Minuten, von Maspalomas nach Agaete etwa 75 Minuten.

Wer abseits der Touristenmassen übernachten möchte, findet in Tejeda das Hotel Rural El Refugio mit handgefertigten Möbeln und Bergblick. In Artenara bieten die Höhlenwohnungen Casa Cueva El Caidero ein einzigartiges Erlebnis mit Bewertungen von 9,3 von 10 Punkten. Die Preise für Unterkünfte in den Bergen liegen zwischen 60 und 120 Euro pro Nacht, etwa 30 Prozent unter den Strandhotels im Süden.

Häufige Fragen zu Gran Canaria Geheimtipps

Welches ist der beste Gran Canaria Geheimtipp für Naturliebhaber?

Der Naturpark Tamadaba mit seinen ursprünglichen Kiefernwäldern ist der beste Geheimtipp für Naturliebhaber auf Gran Canaria. Der Park erstreckt sich über 1.000 Meter Höhe und beherbergt endemische Pflanzenarten sowie seltene Vogelarten. Die Wanderwege sind gut ausgeschildert und bieten Panoramablicke bis zur Küste.

Wie erreiche ich die Gran Canaria Geheimtipps ohne Auto?

Die Busgesellschaft Global verbindet Las Palmas mit Tejeda (Linien 303 und 305) und Artenara (Linie 220). Die Fahrt dauert etwa 90 Minuten und kostet 5 bis 8 Euro. Allerdings fahren die Busse nur 2 bis 3 Mal täglich, weshalb ein Mietwagen mehr Flexibilität bietet.

Wann ist die beste Reisezeit für die Bergdörfer auf Gran Canaria?

Die beste Reisezeit für die Bergdörfer liegt zwischen März und Mai sowie September und November. Die Temperaturen bewegen sich dann zwischen 15 und 22 Grad Celsius. Im Februar lockt zusätzlich die Mandelblüte nach Tejeda, während der Hochsommer in den Bergen angenehm kühl bleibt.

Was kostet ein Ausflug zu den Gran Canaria Geheimtipps?

Ein Tagesausflug zu den Geheimtipps kostet etwa 40 bis 60 Euro pro Person inklusive Mietwagen, Benzin und Mittagessen. Ein Mietwagen ist ab 25 Euro pro Tag erhältlich, Benzin kostet etwa 1,20 Euro pro Liter. Ein lokales Mittagessen in den Bergen kostet 12 bis 18 Euro.

Kann ich den Kaffee aus Agaete vor Ort kaufen?

Ja, der Kaffee aus Agaete ist direkt in den Plantagen Finca Los Castaños und Bodega Los Berrazales erhältlich. Eine Führung mit Verkostung kostet etwa 10 Euro. Der Kaffee kostet zwischen 15 und 25 Euro für 250 Gramm und ist auch in Spezialgeschäften in Las Palmas verfügbar.

Sind die Höhlenwohnungen in Artenara für Touristen zugänglich?

Das Höhlenmuseum Casa Museo Santiago Aranda in Artenara zeigt eingerichtete Höhlenwohnungen und ist für Besucher geöffnet. Zusätzlich können Touristen in umgebauten Höhlenwohnungen übernachten, etwa im Casa Cueva El Caidero. Die Preise liegen zwischen 70 und 100 Euro pro Nacht.

Welche versteckten Strände auf Gran Canaria sind am einsamsten?

Die Playa de Guayedra an der Nordwestküste gilt als einsamster Strand Gran Canarias. Der Zugang erfordert einen 15-minütigen Abstieg über einen steilen Pfad. Auch die Playa de La Aldea an der Westküste ist kaum von internationalen Touristen besucht und bietet authentische Atmosphäre.

Ist das UNESCO-Welterbe Risco Caído für Besucher geöffnet?

Das UNESCO-Welterbe Risco Caído und die Heiligen Berge sind teilweise für Besucher zugänglich. Das Interpretationszentrum in La Aldea bietet geführte Touren an. Einige archäologische Stätten wie die Königshöhlen am Roque Bentayga können frei besucht werden. Für den Hauptkomplex Risco Caído ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Gibt es geführte Touren zu den Gran Canaria Geheimtipps?

Ja, mehrere Veranstalter bieten geführte Touren zu den Geheimtipps an. Eine ganztägige Tour mit deutschsprachigem Guide kostet zwischen 60 und 90 Euro pro Person inklusive Transport und Mittagessen. Der Veranstalter Sunwave bietet spezielle Touren abseits der Touristenpfade mit lokalen Guides an.

Welche lokalen Spezialitäten sollte ich bei den Gran Canaria Geheimtipps probieren?

In Tejeda sollten Sie die Mandelsüßigkeit Bienmesabe probieren, die aus Mandeln, Honig und Zucker hergestellt wird. In Puerto de las Nieves gibt es fangfrischen Fisch mit Papas Arrugadas (Runzelkartoffeln) und Mojo-Soße. Der Kaffee aus Agaete und der Wein aus dem Valle de Agaete sind weitere lokale Spezialitäten.

Aktualisiert am: um 07:16 UhrDieser Artikel basiert auf 6 Jahren Erfahrung als Resident auf Gran Canaria. Alle genannten Orte wurden persönlich besucht und bewertet.