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Restaurants abseits der Touristenfallen: Meine Empfehlungen 5 / 5 ( 7 votes )

Wo essen Einheimische auf Gran Canaria? Die besten Restaurants abseits der Touristenfallen

Auf Gran Canaria locken über 3.600 Restaurants die jährlich 4,71 Millionen Touristen mit bunten Speisekarten und deutschen Menüs. Allerdings servieren viele davon nur Standard-Kost zu überhöhten Preisen. Deshalb zeigt Jörg in diesem Insider-Guide, wo Restaurants abseits der Touristenfallen zu finden sind und wo die Einheimischen wirklich essen. Laut dem Cabildo de Gran Canaria geben Touristen durchschnittlich 1.493 Euro pro Reise aus. Folglich lohnt es sich, einen Teil davon in authentische Bochinches zu investieren, wo eine vollständige Mahlzeit zwischen 15 und 25 Euro kostet.

Fakten auf einen Blick
Kategorie Details
Thema Authentische Restaurants für Einheimische auf Gran Canaria
Preise Bochinche 15-25 Euro pro Person (vollständige Mahlzeit)
Papas Arrugadas Ab 3,50 Euro pro Portion
Beste Regionen San Mateo, Valsequillo, Telde, Teror, Tejeda
Touristen 2024 4,71 Millionen auf Gran Canaria (Rekord)
Quelle ISTAC, Cabildo de Gran Canaria (Stand: Januar 2026)

Was ist ein Bochinche und warum essen Einheimische dort?

Ein Bochinche ist ein traditionelles kanarisches Restaurant in einem alten Landhaus mit Papiertischdecken und rustikalem Charme. Deshalb fehlt hier oft eine gedruckte Speisekarte. Stattdessen bringt der Kellner das Tagesgericht, das aus lokalen Produkten besteht. Laut Wikipedia stammt der Begriff vom westspanischen Wort „buche“ ab, was früher „Pilgerrestaurant“ oder „Taverne der Armen“ bedeutete. Allerdings hat sich das Konzept weiterentwickelt. Außerdem bieten moderne Bochinches heute eine breitere Auswahl an kanarischen Gerichten. Dennoch bleibt der Kern erhalten: hausgemachte Küche zu fairen Preisen. Folglich zahlen Sie in einem echten Bochinche zwischen 15 und 25 Euro für eine vollständige Mahlzeit mit Wein. Zum Vergleich: In Touristenlokalen am Strand kostet allein ein Hauptgericht oft 20 Euro oder mehr.

„Die Gastronomie ist neben Sonne und Strand zu einem wichtigen Faktor geworden, der den Umsatz auf Werte weit über der Inflation gesteigert hat.“

Carlos Álamo, Tourismusbeauftragter, Cabildo de Gran Canaria

Welche Bochinches empfehlen Einheimische auf Gran Canaria?

Das Bochinche Ca’Tita in Telde gehört zu den bekanntesten Adressen unter den Gran Canariern. Deshalb müssen Sie hier fast immer mit Wartezeit rechnen. Außerdem ist das Kartoffelomelett legendär und die Portionen sind riesig. Allerdings sollten Sie unbedingt reservieren, besonders am Wochenende. Ein weiterer Geheimtipp ist das Bochinche El Monte im Viertel La Solana in San Mateo. Dort genießen Sie hausgemachten Wein mit Blick auf die Berge. Zudem serviert das Restaurant blanchiertes Gofio und Makrelensalat nach Großmutters Rezept. Folglich kommen hier vor allem Familien aus der Region zusammen. Die Casa Josefina in Las Palmas überzeugt hingegen mit gebratener Lammkeule und Kichererbsen. Außerdem liegt das Lokal im Herzen der Altstadt Vegueta. Dennoch verirren sich hierher nur wenige Touristen.

Wo finde ich authentische Landrestaurants im Inselinneren?

Das Restaurant La Colonial de Fontanales empfängt Gäste seit 1888 in einem historischen Kolonialhaus. Deshalb zählt es zu den ältesten Restaurants der Insel. Außerdem arbeitet die Küche mit handwerklich hergestelltem Brot aus der traditionellen Amaro-Bäckerei. Zudem gibt es ein Käsebrett mit Produkten aus den lokalen Fontanales-Käsereien. Folglich ist dieses Restaurant perfekt für einen Ausflug in die grünste Gegend Gran Canarias. Die Culata de Tejeda bietet hingegen den besten Blick auf den Roque Nublo, das Wahrzeichen der Insel. Dort gibt es hervorragende Löffelgerichte und gegrillten Käse. Außerdem ist der Makrelensalat mit Avocado im Sommer ein Geheimtipp. Allerdings sollten Sie früh kommen, da das Restaurant bei Einheimischen sehr beliebt ist. Das Restaurant La Culata II in Valsequillo besitzt sogar einen Kamin für kalte Wintertage. Deshalb lohnt sich ein Besuch besonders zwischen November und Februar.

Welche kanarischen Gerichte sollten Sie unbedingt probieren?

Die Papas Arrugadas sind das bekannteste Gericht der kanarischen Küche und kosten ab 3,50 Euro pro Portion. Deshalb finden Sie diese Salzkartoffeln in jedem authentischen Bochinche. Außerdem werden sie traditionell mit rotem und grünem Mojo serviert. Allerdings schmecken die Kartoffeln am besten aus den herkunftsgeschützten Papas Antiguas de Canarias. Laut Wikipedia machen diese nur 3 Prozent der gesamten kanarischen Kartoffelproduktion aus. Zudem ist der Gofio Escaldado eine Spezialität, die Sie probieren sollten. Dabei handelt es sich um geröstetes Mehl, das mit Brühe zu einer cremigen Masse verrührt wird. Folglich schmeckt dieses Gericht besonders gut in den Bergdörfern. Das Sancocho Canario ist hingegen ein traditionelles Fischgericht mit Kartoffeln und Süßkartoffeln. Außerdem wird es traditionell an Ostern serviert. Dennoch finden Sie es das ganze Jahr über in guten Restaurants.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch im Bochinche?

Die Einheimischen auf Gran Canaria essen typischerweise zwischen 13 und 15 Uhr zu Mittag und zwischen 20 und 22 Uhr zu Abend. Deshalb sind die Restaurants zu diesen Zeiten am vollsten. Allerdings öffnen viele traditionelle Bochinches nur mittags von 12 bis 17 Uhr. Außerdem ist der Sonntag der heilige Tag für Familienessen in kanarischen Restaurants. Folglich sollten Sie am Wochenende unbedingt reservieren. Zudem empfehlen Einheimische, das Frühstück auszulassen, da die Portionen in Bochinches sehr groß sind. Dennoch gibt es auch Lokale, die abends öffnen. Allerdings finden Sie diese eher in Las Palmas als in den Bergdörfern. Außerdem nehmen einige traditionelle Bochinches keine Reservierungen an. Deshalb gehört das Warten für viele Gran Canarier zum Erlebnis dazu.

„Wir erreichen unsere Ziele auf eine Weise, die uns ermöglicht, von jedem Kunden, der uns besucht, einen höheren Ertrag zu erzielen. Die Qualitätssteigerung des Reiseziels ist deutlich erkennbar.“

Carlos Álamo, Tourismusbeauftragter, Cabildo de Gran Canaria

Was sollten Betroffene jetzt tun, um Touristenfallen zu vermeiden?

Fahren Sie mit dem Mietwagen ins Inselinnere zu den Bergdörfern San Mateo, Valsequillo oder Tejeda. Dort finden Sie die authentischsten Bochinches mit den besten Preisen. Außerdem sollten Sie auf Papiertischdecken und fehlende Speisekarten achten. Folglich erkennen Sie so echte kanarische Lokale.

Vermeiden Sie hingegen Restaurants mit deutschen Speisekarten und Fotos der Gerichte im Fenster. Deshalb sind diese meist auf Touristen ausgerichtet und teurer. Zudem empfiehlt Jörg, die Locals zu beobachten: Wo sich Schlangen bilden, ist das Essen gut. Allerdings sollten Sie am Wochenende früh kommen oder reservieren. Außerdem lohnt es sich, nach dem Hauswein zu fragen. Dieser kostet oft nur 2 bis 3 Euro pro Glas und schmeckt hervorragend. Folglich sparen Sie im Vergleich zu Touristenlokalen erheblich. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Tourist liegen laut ISTAC bei 1.493 Euro pro Reise. Dennoch können Sie mit Bochinche-Besuchen Ihr Budget deutlich schonen.

Welche Fischrestaurants empfehlen Einheimische an der Küste?

Das Amigo Camilo an der Puntilla in Las Palmas gilt als bestes Fischrestaurant der Hauptstadt. Deshalb sieht das Lokal von außen etwas heruntergekommen aus. Allerdings garantiert genau das die Authentizität. Außerdem stammt der Fisch direkt vom nahegelegenen Hafen. Zudem empfehlen Einheimische das Restaurant El Boya am Strand El Pajar in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana. Dort gibt es frische Paella, gebratenen Oktopus und traditionelle Papas Arrugadas. Folglich ist dieses Lokal bei Surfern und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Die Cofradía de Pescadores in Agaete serviert hingegen Fisch direkt von der Fischerbruderschaft. Deshalb ist die Frische hier garantiert. Allerdings sollten Sie bei Fischgerichten immer nach dem Tagesfang fragen. Außerdem wird der Fisch oft nach Gewicht abgerechnet.

Wann ist mit den besten kulinarischen Erlebnissen zu rechnen?

Die kanarische Küche bietet das ganze Jahr über saisonale Spezialitäten. Deshalb sollten Sie im Herbst und Winter die Bergdörfer besuchen. Dort gibt es dann wärmende Eintöpfe und Gofio-Gerichte. Außerdem ist die Erdbeersaison in Valsequillo zwischen Februar und Mai besonders empfehlenswert. Zudem findet der Käsemarkt in Guía mehrmals jährlich statt. Folglich können Sie dort den berühmten Queso de Flor probieren. Dieser Käse wird mit Distelblüten hergestellt und ist eine Delikatesse. Allerdings ist Gran Canaria auch im Sommer ein kulinarisches Paradies. Dann gibt es frischen Fisch und leichte Salate an der Küste. Dennoch bleibt das Sancocho Canario traditionell ein Ostergericht. Außerdem servieren viele Restaurants zu Weihnachten besondere Menüs mit lokalem Schweinefleisch.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet ein Essen in einem echten Bochinche auf Gran Canaria?

Eine vollständige Mahlzeit in einem authentischen Bochinche kostet zwischen 15 und 25 Euro pro Person. Deshalb sind diese Lokale deutlich günstiger als Touristenrestaurants. Außerdem sind die Portionen sehr großzügig bemessen.

Wo finde ich die besten Bochinches auf Gran Canaria?

Die besten Bochinches befinden sich in den Bergdörfern San Mateo, Valsequillo, Tejeda und Teror. Deshalb sollten Sie einen Mietwagen nutzen. Außerdem sind Ca’Tita in Telde und Casa Josefina in Las Palmas empfehlenswert.

Welche kanarischen Gerichte sollte ich unbedingt probieren?

Papas Arrugadas mit Mojo sind ein Muss und kosten ab 3,50 Euro. Außerdem sollten Sie Gofio Escaldado, Sancocho Canario und gegrillten Käse probieren. Folglich erleben Sie so die gesamte Bandbreite der kanarischen Küche.

Wann haben Bochinches auf Gran Canaria geöffnet?

Viele traditionelle Bochinches öffnen nur mittags von 12 bis 17 Uhr. Deshalb sollten Sie Ihren Besuch entsprechend planen. Allerdings gibt es in Las Palmas auch Lokale mit Abendöffnung.

Muss ich in einem Bochinche reservieren?

Am Wochenende ist eine Reservierung dringend empfohlen, da Einheimische dann Familienessen feiern. Allerdings nehmen einige traditionelle Bochinches keine Reservierungen an. Deshalb sollten Sie früh kommen.

Wie erkenne ich ein echtes Bochinche?

Echte Bochinches haben Papiertischdecken, rusikale Einrichtung und oft keine gedruckte Speisekarte. Außerdem sehen sie von außen wie normale Wohnhäuser aus. Folglich sind sie für Touristen schwer zu finden.

Gibt es vegetarische Optionen in kanarischen Restaurants?

Papas Arrugadas, Gofio und gegrillter Käse sind vegetarisch. Außerdem bieten viele Bochinches Gemüseeintöpfe an. Allerdings basiert die kanarische Küche traditionell stark auf Fleisch und Fisch.

Welcher Wein passt zu kanarischen Gerichten?

Der Hauswein in Bochinches stammt oft aus der Region San Mateo oder Santa Brígida. Deshalb kostet ein Glas nur 2 bis 3 Euro. Außerdem harmoniert der lokale Rotwein hervorragend mit Fleischgerichten.

Brauche ich einen Mietwagen, um Bochinches zu besuchen?

Für die besten Bochinches im Inselinneren ist ein Mietwagen unbedingt erforderlich. Deshalb liegen die authentischsten Lokale in den Bergdörfern. Allerdings gibt es auch gute Optionen in Las Palmas ohne Auto.

Sprechen die Kellner in Bochinches Deutsch oder Englisch?

In authentischen Bochinches sprechen die Kellner meist nur Spanisch. Deshalb sollten Sie einige Grundbegriffe lernen. Allerdings sind die Einheimischen sehr hilfsbereit und zeigen gerne die Gerichte.

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